E-Paper - 03. November 2016
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«Für mich ist die Musik mein Lebensinhalt»

Heidi und Ruedi Wachter aus Rorschach haben im Oktober den goldenen Violinenschlüssel erhalten eine Ehrung, die das Ehepaar sehr freut.

Rorschach Der Verein «Goldener Violinschlüssel» zeichnet jedes Jahr eine Persönlichkeit aus, welche im Bereich Folklore tätig ist. In diesem Jahr wurden erstmals zwei für den Preis ausgewählt: Heidi und Ruedi Wachter. Das Ehepaar hat sich voll und ganz der Musik verschrieben und wurde für ihr Wirken als Volksmusiker, Komponisten, Dirigenten, Akkordeonlehrer und Jugendförderer geehrt. «Die Freude darüber war riesig. Wir waren aber auch erstaunt, denn damit rechnet man ja nicht unbedingt», sagt Ruedi Wachter.

Von der Musik leben

Die Wachters haben 1983 das Akkordeonorchester Rorschach gegründet. Heidi Wachter spielt dort immer noch mit. Ausserdem schreiben die beiden Lehrmittel für den Musikunterricht und betreiben leidenschaftlich ihre Musikschule. Die Förderung des Nachwuchses ist ihnen ein grosses Anliegen. «Teilweise schicken jene ihre Kinder zu uns in den Unterricht, die selbst als Kind bei uns waren. Das freut uns natürlich immer sehr», so Wachter. Die Kinder und Jugendlichen lernen dort, Akkordeon oder Schwyzerörgeli zu spielen. Die Wachters können seit langer Zeit von der Musik leben. Beide sind ausserdem an den Schulen in Rorschach, Goldach und Tübach angestellt. «Ich denke aber, wir werden bald kürzer treten. Unsere private Musikschule werden wir aber weiterführen», meint Ruedi Wachter. Beide haben je rund 60 Schülerinnen und Schüler, die aber nicht alle gleich regelmässig in den Unterricht kommen. Sicher ist, dass das Ehepaar, was die Musik betrifft, mehr als engagiert ist. «Es ist schön, der Jugend ein Instrument beizubringen. Sie sollen fähig sein, allein wie auch mit mehreren Musikern spielen zu können. Wichtig ist, dass man motiviert und begeistert», betont Wachter.

«Musik ist unglaublich vielfältig»

Die Leidenschaft zur Musik haben beide seit Kindesbeinen. Das Ehepaar hat sich durch einen befreundeten Musiker kennengelernt. «Meine Frau hat damals die Noten geschrieben, wir haben sie gespielt. Sie kam schliesslich auch an das Konzert und seither kennen wir uns», so Wachter. Er ist im St. Galler Oberland aufgewachsen, hat auf dem Hof wie im Restaurant mitgeholfen und sich in der wenigen Freizeit der Musik gewidmet. Auch seine Frau begann früh, Instrumente zu spielen schon ihr Vater hat Musik gemacht. «Für mich ist die Musik mein Lebensinhalt. Musik ist für mich auch eine gute Erziehung. Selbst wenn ich ein Instrument schon gut beherrsche, lerne ich immer Neues dazu. Die Musik ist unglaublich vielseitig», sagt Wachter.

«Schön, dass auch die Kinder begeistert sind»

Ihre eigenen Kinder, eine Tochter und ein Sohn, haben beide auch Instrumente erlernt. Eine Zeit lang haben die vier Wachters gar gemeinsam musiziert. Die Tochter spielt nach wie vor mit ihren Eltern und wirkt auch an den Produktionen der CDs mit sie spielt Klavier und ist ausgebildete Akkordeonistin. «Es ist schön zu sehen, dass auch unsere Kinder von der Musik begeistert sind», meint er.

Stefanie Rohner

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 3. November 2016, Seite 22 (54 Views)

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