E-Paper - 24. Januar 2019
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Mit den Skiern bis vor die Haustür

Von Cassandra Wüst

Mit den Skiern bis vor die Haustüre fahren ist nicht nur im Skigebiet möglich. Das beweist Mischa Thurnherr aus Berneck, der jedes Jahr die Talabfahrt von Oberegg nach Berneck mit seiner Familie antritt und sie sind nicht die einzigen.

Berneck/Oberegg «Die erste Talabfahrt, die ich machte, war mit 14 Jahren, als mich ein Bekannter auf diese Tour mitnahm. Damals ging die Fahrt aber nicht nach Berneck, sondern über den Brändlihang nach Heerbrugg», erzählt Thurnherr. Von in Berneck aufgewachsenen Bekannten liess er sich dann später die Route erklären und trat die Talabfahrt vor rund sechs Jahren mit dem ältesten seiner vier Kinder an. «Er war sozusagen das 'Versuchskaninchen', weil ich nicht mehr genau wusste, wie anspruchsvoll diese Abfahrt war und ich es ihm damals zutraute», erinnert sich Thurnherr. Dieses Erlebnis wurde nun ein jährlicher Fixpunkt im Terminplan der Familie Thurnherr. Sobald genug Schnee liegt 20 Zentimeter müssen es mindestens sein, um die Skier nicht zu beschädigen ist die Familie jeweils auf den Skiern anzutreffen. Inzwischen sind auch viele Freunde und Bekannte der Familie dabei. «Das Besondere ist das Erlebnis, mit den Skiern bis vor die Haustüre zu fahren und nicht genau zu wissen, was einen erwartet.»

Eine Aufwärmung während der Abfahrt

Das Skierlebnis von St. Anton bis nach Berneck birgt jedoch auch einige Tücken, wie Thurnherr verrät: «Wenn die Strasse im Fegg schwarz geräumt ist, muss man manchmal den Weg am Strassenrand suchen.» Zudem sollte man nicht mit seinen neusten Skis die Tour antreten, denn der Weg vom «Nördli» hinunter in die «Held» führt über eine Treppe. «Wenn es also zu wenig Schnee hat, kann es schon mal passieren, dass die Kanten auf den Stufen geschliffen werden», so Thurnherr. Doch der Routinier weiss noch einen besseren Weg, der sogar noch eine Aufwärmung parat hat: «Die Familie Hess hat vor einigen Jahren ein Tor in die Umzäunung ihres Grundstücks gemacht. Mit einem Wegweiser wird man direkt über das private Grundstück der Familie in die 'Held' geführt, der deutlich bequemere Weg. Wenn man Glück hat, gibt es unterwegs sogar noch einen Glühwein oder einen Punsch.»

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 24. Januar 2019, Seite 6 (9 Views)

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