E-Paper - 24. Januar 2019
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Darts-Spieler mit grossem Potenzial

Von Cassandra Wüst

E-Darts ist eine Sportart, die oft belächelt wird. Die Jungs der Rheineck Darts Corporation beweisen jedoch, dass diese Sportart durchaus ernst zu nehmen ist. Nach drei erfolgreichen Saisons steht die Mannschaft in der höchsten Liga der Schweiz.

Darts Aus Spass begann Mitgründer Marcel Niederer vor einigen Jahren mit Manuel Baumann und Fabio Chiarello, auf einer geschenkten Dartscheibe zu spielen. Schnell entstand jedoch die Idee, einen Verein zu gründen. So startete die «Rheineck Darts Corporation» (RDC) im Februar 2017 mit sechs Mitgliedern (inzwischen sind es sieben) und liess sich offiziell beim Verband VFC eintragen. «Bereits unser erstes Ligaspiel war ein voller Erfolg, da wir es mit 18:0 gewannen», erinnert sich Niederer. Diese Erfolgsserie setzten sie fort, als sie nach der ersten Saison den Aufstieg von der C-Liga in die B-Liga realisierten. Auch hier mussten sie sich nicht verstecken und konnten nach ihrer dritten Saison mit dem Titel in der B-Liga in die höchste Liga aufsteigen. Auf den sechsten Schlussrang konnten sie vor rund einer Woche die erste Saison in der höchsten Liga abschliessen, bevor die nächste Saison Ende Februar wieder beginnt. Das Ziel ist klar: «Wir wollen uns in der A-Liga etablieren. Jetzt schon an den Meistertitel zu denken, wäre noch gar früh», so der Captain der RDC, Daniel Aemisegger.

Gleichzeitig Trainer und Spieler

Auf ihrem Weg an die Spitze begegnen die Darts-Spieler jedoch immer wieder Vorurteilen gegenüber der Randsportart. «Oftmals wird Darts in der Sportwelt nicht ernst genommen, da es ein Sport ist, der eher in Beizen betrieben wird», erzählt Niederer und Aemisegger ergänzt: «Vielfach verbinden die Leute Darts mit 'saufen'. Meine Freunde und Bekannten haben Zeit gebraucht, bis sie merkten, dass wir es durchaus ernst meinen.»

Auf dem Programm der RDC stehen nebst den Ligaspielen auch das wöchentliche Training, wobei hier jeder unterschiedlich trainiert. «Wir haben uns das Dartsspiel selbst beigebracht. Für diese Sportart gibt es kein richtig oder falsch, es ist mehr Gefühlssache», erklärt Niederer. Bei der RDC sind alle Mitglieder gleichzeitig Trainer und Spieler, die sich gegenseitig Tipps geben und sich austauschen. «Konzentrationsfähigkeit, gute Nerven und eine gewisse Fitness sind Voraussetzungen, die ein Dartspieler mit sich bringen sollte, da wir bei einem Ligaspiel bis zu drei Stunden spielen», so Aemisegger. Trotzdem gibt es einige Punkte, die man trainieren kann, wie beispielsweise die Wurfbewegung zu stabilisieren. «Die ein oder andere Technik schauen wir uns auch bei Profis ab», erzählt Niederer.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 24. Januar 2019, Seite 6 (6 Views)

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