E-Paper - 31. Januar 2019
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Bahn gehört zu Heiden wie die Löcher in den Käse

Derzeit werden alternative Betriebsformen für die Rorschach-Heiden Zahnradbahn geprüft. Der Gemeinderat Heiden setzt sich mit Nachdruck dafür ein, das bestehende ÖV-Angebot zu erhalten, und wo möglich noch auszubauen.

Heiden Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen klären, ob kundenfreundlichere Alternativen zum heutigen Bahnangebot machbar und nötig sind. Geprüft wird eine Optimierung des Bahnbetriebs, die Erschliessung mit Bussen bis hin zu einer ersatzlosen Aufhebung der Bahn. Grund für die Überprüfung sind eine sinkende Nachfrage, eine tiefe Wirtschaftlichkeit sowie ein hoher Investitionsbedarf über die nächsten 30 Jahre.

Für die Beurteilung der Zahnradbahnen im Appenzellerland wurde eine Begleitgruppe gebildet. In dieser setzt sich Gemeindepräsident Gallus Pfister für die Interessen von Heiden und der umliegenden Gemeinden ein. Daneben vertreten sind die Fachämter beider Kantone, die beiden zuständigen Regierungsräte, die betroffenen Stadt- und Gemeindepräsidenten sowie der Appenzellerland Tourismus. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Ende Juni 2019 vorliegen.

Negativtrend stoppen

Der Heidener Gemeinderat ist sich der Bedeutung der Bahn für Heiden und den Tourismus sehr bewusst, wie er in einer Mitteilung schreibt. Trotz einer erfreulichen Steigerung um sechs Prozent im letzten Jahr sei die Nachfrageentwicklung der Linie RorschachHeiden in den vergangenen Jahren rückläufig. Dieser Trend soll gestoppt werden, wird betont.

Schlankere Verbindungen in Rorschach an die IC/IR-Züge nach St. Gallen und Zürich sollen die Bedeutung der Bahnverbindung HeidenRorschach stärken. Vermehrt sollen auch Pendler für die Nutzung der Bahn gewonnen werden. Der Gemeinderat Heiden hat im Rahmen der Zentrumsentwicklung entschieden, die Busumsteige-Anlage an den Bahnhof zu verlegen. Grund dafür ist die Vorgabe der Behindertengleichstellung für den öffentlichen Verkehr. So müssen die Einsteigekanten des öffentlichen Verkehrs der Bahnen und Postautos bis 2023 auf eine minimale Höhe ausgebaut werden. Dafür müsste der ortsbildgeschützte Kirchplatz teuer umgebaut werden. Deshalb soll der wichtigste Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs im Vorderland an den Bahnhof Heiden verlegt werden. Dieses Projekt ist zusammen mit den Appenzeller Bahnen in Planung und wird im März 2020 den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern vorgelegt.

Bei der in Auftrag gegebenen Studie geht es um die langfristige Ausrichtung der Bahn. Der geplante Umbau des Bahnhofs Heiden mit den Appenzeller Bahnen ist dadurch nicht gefährdet. An der kommenden öffentlichen Orientierungsversammlung vom Dienstag, 26. Februar, im Kursaal Heiden bietet der Gemeinderat die Möglichkeit zur Fragestellung. pd

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 31. Januar 2019, Seite 18 (13 Views)

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