E-Paper - 31. Januar 2019
Bodensee Nachrichten
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Schweiz), das Tessin und Zürich als Metropolregionen definiert. «Mit der zusammenhängenden Agglomerationsregion von Wil über St.Gallen-Bodensee, Rheintal bis Werdenberg - Liechtenstein, erfüllen wir durchaus auch die Voraussetzung für eine Metropolregion» meint dazu Rolf Geiger, der Geschäftsleiter von Regio Appenzell AR St.Gallen-Bodensee. Daher haben die Regio und die Wirtschaft St.Gallen-Bodensee vor zwei Jahren den Ball aufgenommen und zum Thema Metropolitanregion Denkwerkstätten mit wichtigen Ostschweizer Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft organisiert.

Status «Metropolitanregion» ist wichtig

Wie wichtig der Status «Metropolitanregion» ist, zeigt die Tatsache, dass der Bund seine finanziellen Ressourcen prioritär in solche Wirtschaftszentren investiert. Auch private Investoren sind gemäss Geiger tendenziell eher bereit, in Metropolitanregionen zu investieren. «Mit über 700 000 Einwohner/Innen und rund 400 000 Arbeitsplätzen sind die Voraussetzungen für eine Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal gegeben, zudem ist die Bereitschaft da und jetzt müssen die Kräfte gebündelt werden.», meint dazu Geiger.

Vorarlberg ist mit im Boot

Das grenzüberschreitende Rheintal spielt in der Konstituierung eine wichtige Rolle. Vorgespräche und auch das Forum zeigten, dass ein grosses gemeinsames Interesse an der Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal besteht. «Grenzüberschreitendes Denken und Handeln ist für Vorarlberg unabdingbar. Die Metropolitanregion macht das gesamte Gebiet St. Gallen-Bodensee-Rheintal nach aussen hin sichtbarer und wird in Zukunft dabei helfen, Interessen zu bündeln und gemeinsam die Region voranzubringen», so der Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch. «Wir haben das Potenzial für eine Metropolitanregion und sollten auch als solche anerkannt werden. Die effektive Leistung kann im schweizerischen Kontext mit anderen Metropolitanräumen wie Bern oder Tessin mithalten. Jetzt müssen wir gemeinsam für unseren Raum einstehen und diese Tatsache nach Bern tragen», so Marc Mächler, Regierungsrat des Kantons St.Gallen.

Die Charta eine Absichtserklärung

Wie vorgegangen werden soll, welche Ziele und Strategien dabei im Zentrum stehen und wie eine Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal aufgestellt ist, wurde in Form einer Charta aufgezeigt und am Forum mit den geladenen Gästen intensiv diskutiert.

Wichtiges Thema Erreichbarkeit

Neben der Charta wurde am Forum auch ein erster konkreter Handlungsschwerpunkt thematisiert: die Verbesserung der internationalen und innerregionalen Erreichbarkeit. «Hier liegt noch grosses Verbesserungspotential und gleichzeitig dient die Erreichbarkeit als Katalysator für andere Bereiche», so Geiger. Unter anderem geht es dabei auch um den Schweizer Fernverkehr. So soll der IC-Anschluss zukünftig nicht in Rorschach enden, sondern bis Bregenz und Dornbirn ausgebaut werden. Weitere Handlungsschwerpunkte könnten gemäss Geiger im Bereich Bildung oder Kultur liegen.

Feierlicher Gründungsakt im Juni

Die Charta wird mit den am Forum diskutierten Erkenntnissen finalisiert und den beteiligten politischen und wirtschaftlichen Körperschaften zur Beschlussfassung vorgelegt. Der feierliche Akt des Unterschreibens und somit auch die öffentliche Ausrufung einer Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal sind im Juni 2019 geplant.

Astrid Nakhostin

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 31. Januar 2019, Seite 3 (10 Views)

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