E-Paper - 07. Februar 2019
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Fantasiewelt auf schmalen Geleisen

Von Astrid Nakhostin

Seit 20 Jahren stellt Jakob Grubenmann seine Modelleisenbahn in der Brockenstube Rorschach aus. Ein kleiner «Geheimtipp» für Eisenbahnfans und Familien mit Kindern.

Rorschach Man muss ab und zu den Kopf einziehen und leicht pfadfinderische Fähigkeiten mitbringen, wenn man Jakob Grubenmanns Modelleisenbahn in der Brockenstube Rorschach besuchen will: Vorbei an gebrauchten Sofas und Schränken, quer durch die «Broki» und über zwei Treppen hinauf führt der verschlungene Weg zum Lebenswerk des Pensionärs. Dort angekommen, kann man durch ein grosses Fenster eine 13.50 Meter lange und 4.50 Meter breite Miniatur-Eisenbahnwelt bewundern und sie für zwei Franken in Bewegung setzen. Leise ratternd fahren nach dem Münzeinwurf 41 Bahnen dann ihre programmierte Strecke vorbei an kleinen Ortschaften, unter einer Seilbahn hindurch und ab und zu stoppen sie vor einem Tunnel, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Passend ist auch die Beleuchtung, die auf den Tagesverlauf abgesimmt ist.

Leidenschaft für Miniatur-Eisenbahnen seit der Kindheit

Schon als Bub hat Jakob Grubenmann leidenschaftlich gerne mit Eisenbahnen gespielt, sie dann aber irgendwann einmal auf dem Estrich versorgt und vergessen. Erst als die eigenen Kinder geboren wurden, fiel ihm das Spielzeug aus vergangenen Zeiten wieder ein, wurde hervorgeholt und in Betrieb genommen. Über viele Jahre hinweg entstand daraus ein leidenschaftliches Hobby und seit seiner Pensionierung verbringt Grubenmann sehr viel Zeit mit seiner Modelleisenbahn.

Nichts um reich zu werden

Das Leben mit den Miniaturzügen hat für Grubenmann etwas beruhigendes, selbst wenn das Hobby ab und zu durchaus kostspielig sein kann. «Mit der Modelleisenbahn verhält es sich wie mit einem Auto: Sie will bewegt und gewartet werden, sonst läuft sie plötzlich nicht mehr», erzählt er dazu. Früher hat er jedes einzelne Häuschen selbst zusammengebaut, aber das ist heute vorbei weitere Gebäude sind nicht geplant.

Stolz auf «Krokodil»-Loki

Sämtliche Mini-Personenwagen stammen aus der Schweiz, die meisten aus der Firma Haag, die bis 2012 ihren Produktionsstandort in Mörschwil hatte. Besonders stolz ist Grubenmann auf seine «Krokodil-Loki», die aus der Märklin-Fabrikation kommt oder auf einen Kran, den Kollegen für ihn aus einer Wolf-Werbung ergattert haben.

50 Mal pro Monat ist die Modelleisenbahn in Bewegung und die meisten Besucher oft Familien mit Kindern kommen am Samstag. Überlaufen ist die kleine Rorschacher Attraktion damit nicht und noch muss man nicht Schlange stehen, um den rollenden Minizügen zuzuschauen.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 7. Februar 2019, Seite 4 (14 Views)

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