E-Paper - 07. Februar 2019
Bodensee Nachrichten
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«Als wenn wir nichts anderes zu tun hätten

Die jahrzehntelange Geschichte um das Seeufer herum zeigt, dass es sich nicht um ein dringendes Bedürfnis der Bevölkerung handelt, sondern um ein politisches Hin und Her von Parteien und Interessensgruppen. Man muss das Thema nur lange genug bearbeiten, dann stimmt das Volk vielleicht einmal zu. Die Folgekosten an Zinsen und Unterhaltsarbeiten blieben in unserer kleinen Gemeinde aber für Jahrzehnte bestehen. Wer das Wetter am See kennt, nasskalt und nebelig im Winter bei strahlend blauem Himmel in St. Gallen, sieht die Schaffung eines 2.5 Meter breiten Weges während weniger Sommermonate, womöglich nur tagsüber, bei einer umfassenden Güterabwägung als unverhältnismässig an. Millionen dafür mit zukünftig steigenden Zinsen scheinen offenbar nicht zu stören. Das Anliegen der Bevölkerung an einem öffentlichen Zugang des Ufers in allen Ehren und absolut verständlich, aber mit Augenmass. Die letzten Eichhörnchen packen die Koffer, Krähen und Möwen warten auf die Abfälle. Die Sicht vom Seeweg her: kein Berg, nur Ufer mit Bäumen und Hecken, Treibholz und ein paar wenige ganz normale Häuser. Das Geld wäre besser angelegt, unseren älteren Mitmenschen eine etwas nettere Umgebung zu ermöglichen oder Lärmschutzmassnahmen bei der Autobahn vorzusehen. Es gibt noch genug Ecken in unserer Gemeinde, die wir «aufhübschen» könnten. Anregungen und Beiträge zur Gestaltung der zukünftigen Kantonsstrasse sind vorzuziehen, weil hier auch Leute wandern, die nicht 600m ohne Sitzgelegenheit und Verköstigungsmöglichkeiten laufen können.

Helga Plüss, 9422 Staad

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 7. Februar 2019, Seite 6 (13 Views)

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