E-Paper - 07. März 2019
Bodensee Nachrichten
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Auch die Steuern von juristischen Personen lagen mit 4,32 Millionen Franken deutlich über dem Budget. «Hier zeigen die Ansiedlungen von neuen Unternehmen ihre Auswirkung», weiss Stadtpräsident Thomas Müller und ergänzt: «Es sind nicht nur die grossen Unternehmen, wie Würth, die sehr ertragsstark sind, sondern auch die kleinen Unternehmen, die sich hier in den letzten Jahren in ganz unterschiedlichen Grössen angesiedelt haben». Gemäss Müller handelt es sich dabei primär um Handelsunternehmen oder KMU's aus dem Dienstleistungsbereich oder aus dem Engineering.

Mehr Steuereinnahmen auch durch natürliche Personen

Die Einkommens- und Vermö-genssteuern von natürlichen Personen lagen mit 21,37 Millionen Franken ebenfalls über dem Budget. Dazu erläutert der Stadtpräsident: «Der Steuerzuwachs von natürlichen Personen hängt insbesondere mit den höheren Einkommen dieser Personen zusammen und ist nicht auf eine quantitative Zunahme der steuerzahlenden Bevölkerung zurückzuführen. Diese ist nur um etwa 25 Personen gewachsen. Ein Bevölkerungswachstum dürfte erst in den kommenden Jahren in der Steuerrechnung zu Buche schlagen, wenn die neuen Überbauungen bezugbereit sind.» Das gute Ergebnis der Rechnung 2018 ist aber auch auf einen Minderaufwand bei den Personal- und Sachausgaben von rund 190 000 beziehungsweise 1.47 Millionen Franken zurückzuführen. Auch wenn aufgrund der Optimierungen in den letzten Jahren kaum mehr Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand mehr möglich sind, würde gemäss Müller jeder Ausgabeposten genau hinterfragt werden. «Oft sind auch einfachere Lösungen möglich», um das Sparpotenzial ganz auszuschöpfen, ergänzt dazu der Stadtpräsident. In den letzten Jahren konnte die Stadt die Nettoverschuldung von seinerzeit knapp 30 Millionen Franken kontinuierlich abbauen. Sie nahm 2018 nochmals um rund 1,1 Millionen Franken ab und liegt aktuell noch bei rund 7 Millionen Franken.

Hoher Steuerfuss ist ein Standortrisiko

Eine sukzessive Senkung des Steuerfusses ist für Rorschach wichtig, da dieser für Unternehmensansiedlungen aber auch für den Wohnortentscheid von natürlichen Personen einen grosse Rolle spielt. Ausserdem stand dieser bisher einer möglichen Gemeindefusionierung von Rorschach, Rorschacherberg und Goldach im Weg. Die Senkung des Steuerfusses erfolgt nicht leichtfertig, sondern ist eines von mehreren Zielen des Stadtrates, wie die Gewährleistung eines längerfristig ausgeglichenen Finanzhaushaltes und die Finanzierung der anstehenden grossen Projekte.

Mehr Ausgaben im Schulbereich

Für das Budget 2019 besteht eine deutliche Abweichung in Bezug auf die Schule. Gemäss Schulratspräsident Guido Etterlin ist diese zum einen auf das RMSG und die damit verbundenen Abschreibungen zurückzuführen. Zum anderen verursacht die Neubesetzung der Stelle einer Heilpädagogin mit einer entsprechend qualifizierten Person höhere Kosten. Auch die Gelder für Sonderbeschulungen werden 2019 höher liegen, da die Zahl der förderungsbedürftigen Kinder gestiegen ist.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 7. März 2019, Seite 3 (14 Views)

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