E-Paper - 11. April 2019
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Stadt Arbon

Raus aus den roten Zahlen: Arbon mit Rekordgewinn

Die Jahresrechnung 2018 der Stadt Arbon schliesst mit einem Rekordgewinn in der Höhe von rund 4,6 Millionen Franken ab. Die Hauptgründe für dieses Ergebnis seien vor allem geringere Sozialhilfeausgaben, ausserordentliche Steuereinnahmen sowie einmalige Erträge aus Liegenschaftsverkäufen, teilt die Stadt Arbon mit.

Die Erfolgsrechnung 2018 der Stadt Arbon schliesst bei 54,8 Millionen Franken Erträgen und 50,2 Millionen Franken Aufwendungen mit einem Ertragsüberschuss von rund 4,6 Millionen Franken ab. Das Budget 2018 sah einen Gewinn von lediglich 17 600 Franken vor, teilte die Stadt Arbon am Dienstag in einer Medienmitteilung mit. Damit schliesst die Jahresrechnung im Vergleich zum Budget um 4 617 971 Franken besser ab. Ein wichtiger Grund für das gute Ergebnis seien höhere Steuereinnahmen. Diese sind insgesamt 1,3 Millionen höher ausgefallen als budgetiert. Gleichzeitig übertrafen auch die Einnahmen aus Grundstückgewinnsteuern das Budget um rund 278 000 Franken. Insgesamt erhöht sich die Steuerkraft pro Einwohner (100 Prozent einfache Steuern der Natürlichen und Juristischen Personen) von 1781 Franken auf neu 1923 Franken. Das ist der höchste je erreichte Wert. Im Vergleich zum kantonalen Mittel von 2152 Franken sei aber die Steuerkraft in Arbon nach wie vor unterdurchschnittlich, schreibt die Stadt.

Sinkende Sozialhilfekosten

Die Fallzahlen in der Sozialhilfe sowie im Flüchtlingsbereich waren im vergangenen Jahr rückläufig, wogegen bei der Budgetierung noch mit einer leichten Fallzunahme gerechnet wurde. Der budgetierte Nettoaufwand im Bereich der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe konnte um 1,2 Millionen Franken und im Bereich Asylwesen um 428 000 Franken unterschritten werden. Einen wichtigen Beitrag leistete dabei auch der auf 3,4 Millionen Franken angestiegene Lastenausgleich des Kantons. Erstmals beteiligte sich somit der Kanton zu 50 Prozent an den Nettoausgaben in der wirtschaftlichen Sozialhilfe. Aus dem Verkauf einer Teilparzelle an das Hotel Seegarten sowie aus dem Verkauf von zwei weiteren kleinen Flächen resultierte ein Nettogewinn von 933 000 Franken, welcher nicht budgetiert war.

Steigende Gesundheitskosten

Die Kosten für die stationäre Pflege sind vergleichsweise moderat gewachsen, während die Kosten für die ambulante Pflege stark angestiegen sind. Das Budget im Bereich der stationären Krankenpflege wurde um 45 000 Franken und im ambulanten Bereich um 186 000 Franken übertroffen. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Finanzierung der beiden Pflegebereiche. Während die Kosten der stationären Pflege heute zu 50 Prozent vom Kanton mitgetragen werden, verbleiben die Restkosten der ambulanten Pflege vollumfänglich bei den Gemeinden. Ab 2020 gilt ein neuer Kostenverteiler und der Kanton wird sich sowohl an den Kosten der stationären als auch der ambulanten Pflege zu je 40 Prozent beteiligen.

Nettoschuld pro Einwohner konnte reduziert werden

Trotz des positiven Resultats der Schlussrechnung haben die kurz- und langfristigen Schulden im Rechnungsjahr 2018 um 1 Million Franken auf 51 Millionen Franken zugenommen. Allerdings, so schreibt die Stadt Arbon weiter, haben sich auch die liquiden Mittel deutlich erhöht, sodass die Nettoschuld pro Einwohner von 1610 Franken auf 1346 Franken reduziert werden konnte.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 11. April 2019, Seite 13 (19 Views)

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