E-Paper - 06. Juni 2019
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Glücklich nach dem Karriereende

Von Astrid Nakhostin

Am Montagabend erzählten im Forum Würth die drei SpitzensporlerInnen Denise Biellmann, Karin Weigelt und Marc Zellweger, wie sie mit dem Ende ihrer Sportkarriere fertig geworden sind und welche Herausforderungen heute ihr Leben bestimmen.

Rorschach Eigentlich sind sie alle glücklich und zufrieden auch nach dem Ende der grossen Sportkarriere. Dies war der Tenor der drei prominenten Gäste, die sich am Montagabend im Forum Würth zu einer Diskussionsrunde eingefunden hatten. Thema des Abends war: «Spitzensport und was danach? Karriereende als Herausforderung»

Zufrieden mit neuen Herausforderungen

Den Fragen von Fritz Bischoff, Sportjournalist, stellten sich die 12-fache Weltmeisterin und Kür-Olympiasiegerin Denise Biellmann, die ehemalige internationale Profi-Handballerin und 127-fache Schweizer Nationalspielerin Karin Weigelt sowie FCSG Fussball-Legende Marc Zellweger. Für Letzteren war das Ende der Fussballkarriere mit 38 Jahren etwas überraschend gekommen,. «Ich hätte gerne noch etwas länger als Profi-Fussballer beim FC St.Gallen gespielt. Aber es war dann der Entscheid des Vereins, sich von mir zu trennen, und ich musste diesen akzeptieren», erzählt Zellweger dazu. Anschliessend habe er sich zwei Jahre Zeit genommen, um über seine weitere berufliche Zukunft nachzudenken. Heute ist er Chef eines Fitnesscenters eine Aufgabe, die ihm Spass macht. Ausserdem lege er privat den Fokus auf seine Familie, wie er am Montag überzeugend schilderte.

Prominent geblieben auch nach dem Ende des Spitzensports

Für die heute 56jährige Eiskunstlauf-Ikone Denise Biellmann gab es kein abruptes Ende der Sportkarriere. Bis heute ist sie nie offiziell vom Eissport zurückgetreten und ist als Profi-Eiskunstläuferin noch immer in diversen Shows zu sehen. «Ein acht Stunden Bürojob wäre nichts für mich gewesen», gibt sie zu. Nach wie vor ist Biellmann begehrte Referentin, Coach und Nachwuchsförderin sowie gerne gesehener Promi-Gast bei diversen Veranstaltungen. Die Nähe zu den Medien habe sie nie aktiv gesucht, sagt sie - bis heute kämen diese immer mit Anfragen auf sie zu.

Abschied kann weh tun

Für die Handballerin Karin Weigelt war der Rücktritt aus dem Hochleistungssport vor einem Jahr «extrem schwierig», wie sie am Montag zugab. Von klein auf bestimmte der Handballsport ihr Leben und sie hat viel Herzblut dafür gegeben. Daher habe ihr der Abschied «weh getan», erzählt sie. Heute ist sie als Unternehmerin unterwegs und bietet mit ihrer Firma «spunky spirit», die auch Organisatorin der Podiumsdiskussion war, Unterstützung im Projekt- und Kommunikationsmanagement an. Ausserdem fördert sie Spielerinnen in der Handball-Akademie Frauen und kandidiert als Nationalrätin für die Wahlen im Herbst.

In einem sind sich alle drei SportlerInnen einig: Mit dem Ende einer Sportlerkarriere und dem «wie weiter danach» muss man sich rechtzeitig auseinandersetzen und dafür vorbereitet sein, wenn es dann so weit ist.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 6. Juni 2019, Seite 4 (19 Views)

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