E-Paper - 13. Juni 2019
Bodensee Nachrichten
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primär geht es an diesem Abend darum, den Austausch untereinander zu fördern. Bereits ab 20 Uhr findet ausserdem der Anlass «Frauen im Dialog» mit der Rorschacher Stadträtin Ariane Thür Wenger im Kornhaus statt. Zum Anlass generell teilen die Organisierenden mit: «Seit dem 1. Frauenstreiktag am 14. Juni 1991 hat sich noch nicht viel verändert. Nach wie vor haben Frauen weniger Geld, weniger Zeit und weniger Anerkennung für die Arbeit, die sie leisten. Zwei Drittel der unbezahlten Arbeit erledigen Frauen. Dies zwingt sie dazu die Erwerbsarbeit zu reduzieren. Teilzeitarbeit heisst häufig unfreiwillige Flexibilität, prekäre Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne, schlechtere Laufbahnchancen und reduzierte Ansprüche bei den Sozialversicherungen und Renten. Die Politik ist zum Handeln aufgefordert.»

Die Bodensee-Nachrichten haben sich bei verschiedenen Personen und Arbeitgebern in Rorschach umgehört, wie mit dem Thema Frauenstreik umgegangen wird.

Keine Streik-Anfragen in der Rorschacher Stadtverwaltung

In der Stadtverwaltung Rorschach beträgt der Frauenanteil rund 50 Prozent. Gemäss Stadtschreiber Marcel Aeple gibt es dort keine Probleme betreffend Gleichberechtigung: «In der Stadtverwaltung Rorschach kennen wir keine Benachteiligung von Frauen. Jeder Arbeitsplatz wird nach einem neutralen Einstufungssystem, unabhängig vom Geschlecht, bezahlt. Der Lohn ist aufgrund einer geschlechtsneutralen Besoldungstabelle festgelegt», erläutert Aeple dazu. Anfragen von Frauen, die für den Frauenstreiktag frei nehmen wollte, gab es in der Stadtverwaltung nicht.

Streik-Verzicht zugunsten des Patienten-Wohles

Auf Rückfrage beim Spital Rorschach wurde zum Frauenstreiktag

folgendes mitgeteilt: Das Kantonsspital St.Gallen mit den Standorten St.Gallen, Flawil und Rorschach hat ein Aktionskomitee gebildet, dem rund ein Dutzend Ärztinnen angehören. Dieses OK hat einen Aktionstag (keinen Streiktag) vorbereitet, der alle Mitarbeitende, egal welchen Geschlechts, Berufsstandes oder Alters ansprechen soll. Diese Aktionen finden am Standort St.Gallen statt. Am Spitalstandort Rorschach sind keine Massnahmen geplant. Das OK hatte von sich aus von Beginn weg klar deklariert, dass man aus Pflichtbewusstsein gegenüber den Patienten nicht streiken werde, aber trotzdem ein Zeichen setzen wolle. Der Frauenanteil liegt am Kantonsspital St.Gallen bei über 70 Prozent und dies bei einer Gesamtzahl von über 5800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Rorschach und Flawil sind je rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 13. Juni 2019, Seite 3 (13 Views)

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