E-Paper - 20. Juni 2019
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Schiffe müssen langsamer fahren

Von Astrid Nakhostin

Anfangs dieser Woche lag der Pegelstand des Bodensees bei 397.12. Das sind nur knapp 70 Zentimeter weniger als im Hochwasserjahr 1999 und bedeutet Warnstufe drei auf einer Skala von fünf.

Rorschach/Bodensee Steigt er, sinkt er, oder stagniert er? Dies fragten sich anfangs dieser Woche viele Rorschacher angesichts des etwas dramatisch anmutenden Bodensee-Pegels. Der Wasserstandsanzeiger am Kornhaus zeigte am Montagmorgen 397.12, im unvergesslichen Hochwasserjahr 1999 waren es 397.80. Die Bodensee-Schifffahrt ist im Moment noch nicht beeinträchtigt: «Unsere Einstiegsstege sind auf der höchsten Stufe - mehr geht allerdings nicht», meint dazu Kurt Reich, Chef des Schifffahrtsamtes Rorschach. «Auf dem alten Rhein müssen die Schiffe die Geschwindigkeit drosseln, damit die Wellen nicht überschwappen», ergänzt Reich dazu.

Noch keine definitive Entwarnung

Es besteht im Moment kein Handlungsbedarf gegen das Hochwasser und die Sandsäcke können vorerst noch im Keller bleiben. «Aufgrund der guten Wettervorhersage für diese Woche gehen wir davon aus, dass sich die Lage beruhigen wird», meint der Amtsleiter weiter. Dass Schmelzwasser aufgrund der warmen Temperature den See weiter füllen könnte, sieht Reich nicht als Gefahr. Viel Schnee in den Bergen sei bereits geschmolzen und der Abfluss des Rheins liegt wieder im Normalbereich für die Jahreszeit. Allerdings hatte man im Jahr 1999 anfangs auch nicht mit der dann eingetretenen Hochwassersituation gerechnet. Kurze Zeit später ergoss sich jedoch das Seewasser in die Innenstadt und führte wochenlang zu Strassensperren und zahlreichen Beeinträchtigungen für die Anwohner. «Wir werden diesmal die Situation gut im Auge behalten», beruhigt Kurt Reich.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 20. Juni 2019, Seite 1 (15 Views)

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