E-Paper - 26. September 2019
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Gmünderhaus könnte Goldach erhalten bleiben

Mit einer Hausanalyse klärt der Gemeinderat Goldach in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege derzeit ab, ob sich das Gmünderhaus wirtschaftlich tragbar erhalten lässt.

Goldach Die Hausanalyse ist ein Instrument von EspaceSuisse. Sie vermittelt dem Hauseigentümer einen Überblick über den Zustand der Liegenschaft, deren Mängel und Entwicklungspotenzial. Teil der Hausanalyse ist auch eine Berechnung der voraussichtlichen Anlagekosten und der Rentabilität. Dies im Wissen, dass Grundeigentümer nur dann investieren, wenn sich das finanzielle Engagement auch wirtschaftlich lohnt. Der Gemeinderat hat sich zum Ziel gesetzt, das Instrument der Hausanalyse in der Gemeinde Goldach zu etablieren. Als Pilotobjekt hat er in Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege das Gmünderhaus ausgewählt. Dieses ist baulich in einem so schlechten Zustand, dass der Gemeinderat den Schutz aufheben wollte, damit es dereinst einem Neubau weichen kann. Der Kanton bietet dazu aber nur Hand, wenn nachgewiesen ist, dass eine wirtschaftliche Nutzung nicht möglich ist. Eine Hausanalyse dürfen nur speziell dafür ausgebildete Architekten durchführen. Kanton und Gemeinde einigten sich für das Gmünderhaus auf Stefan Räbsamen von der RLC Architekten AG, Rheineck.

Kernbau kann erhalten bleiben

Das Resultat hat den Gemeinderat überrascht. Der Architekt sieht eine Möglichkeit, wenigstens den historisch wertvollsten Teil des Gmünderhauses, den ursprünglichen Kernbau, zu erhalten. Die deutlich jüngere Erweiterung gegen die Blumenstrasse würde abgebrochen und durch einen modernen Anbau ersetzt. Auch die Dachkonstruktion müsste weichen und erneuert werden. Auf diese Weise liessen sich im neuen Gmünderhaus drei Wohnungen unterbringen und rentabel vermieten.

Privater Investor oder öffentliche Nutzung

Derzeit ist der Gemeinderat im Austausch mit der Denkmalpflege. Diese muss sich noch abschliessend zum Vorschlag des Architekten äussern. Sollte das Gmünderhaus auf diese Weise umgebaut und erhalten werden können, wird der Gemeinderat entscheiden, ob er einen privaten Investor sucht oder ob im neuen Konzept auch eine öffentliche Nutzung möglich und sinnvoll ist.

mw/pd

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 26. September 2019, Seite 4 (8 Views)

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