E-Paper - 03. Oktober 2019
Bodensee Nachrichten
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Fragen an die Kanditatinnen und Kandidaten

Kandidat Michael Götte

Wie sieht Ihr Konzept für den jetzigen Wahlkampf aus? Welche Werbemassnahmen und Auftritte beabsichtigen Sie noch umzusetzen?

Ich habe und werde auch noch sehr viel persönlichen Kontakt mit der Bevölkerung geniessen. Neu in diesem Jahr ist sicherlich die Dimension der sozialen Medien. Ich bespiele vor allem Facebook und Instagram. Als spezielles Format habe ich mich für die überparteiliche Facebook-Sendung entschieden. Jeden Sonntagabend strahlen wir «die politische Woche der Talk» aus und haben pro Sendung über 10‘000 Einschaltungen. Begleitet wird mein Wahlkampf von einem auffallenden pinken Logo.

Glauben Sie, dass es beim Wahlgang zu einem parteipolitischen Erdrutsch kommen wird? Erwarten Sie grosse Veränderungen bei den Parteistärken?

Ich glaube nicht an einen Erdrutsch. Es wird aber sicherlich zu Verschiebungen kommen.

Wie verhalten Sie sich gegenüber dem EU-Rahmenabkommen?

Das EU-Rahmenabkommen in der heutigen Fassung kann im Interesse der Schweiz so nicht unterzeichnet werden. Für mich ist es deshalb ein «Nein, aber»! Als Grenzkanton mit viel Export sind verbindliche Handelsabkommen mit dem Ausland enorm wichtig. Diese dürfen aber nicht im Widerspruch zu unserer direkten Demokratie stehen.

Viel ist von der Klimaveränderung die Rede. Betrachten Sie die jetzigen Diskussionen und Forderungen als richtig, als ungenügend oder übertrieben?

Ich verstehe die Forderungen, auch wenn ich diese teilweise als übertrieben betrachte. Der Klimawandel betrifft auch die Schweiz. Der Weg in eine nachhaltige Energiezukunft führt über Selbstverantwortung und Innovation. Eine staatliche Umverteilungs- und Verbotspolitik ist der falsche Weg. Als vorsitzender Geschäftsführer der St.Galler Energieagentur und Gemeindepräsident setze ich mich für einen nachhaltigen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ein. Die Energieagentur bündelt die Kräfte und begleitet engagierte Akteure wie Firmen, Behörden und Privatpersonen bei der Förderung der Energieeffizienz und beim Einsatz erneuerbarer Energien. Dies nützt mehr als ein temporärer Aktivismus.

Welches sind die drei wichtigsten Anliegen, die Sie unter der Bundeskuppel behandelt haben möchten?

Zukunftsorientierte Bildungspolitik:

In einer globalisierten Welt müssen wir im Bereich der Bildung stark sein, damit wir uns weiterhin im weltweiten Wettbewerb behaupten können. Ein Erfolgsmodell der Schweiz ist die duale Berufsbildung, diese muss zeitgereicht weiterentwickelt werden.

Öffentliche Sicherheit:

Sicherheit ist eine unverzichtbare Voraussetzung für Freiheit, Unabhängigkeit und Wohlstand. Eine glaubwürdige, starke Milizarmee garantiert diese Sicherheit auch in Krisenzeiten, welche zum Beispiel bei längeren Stromausfällen oder Naturkatastrophen entstehen.

Mehr Generationengerechtigkeit:

Die Ausgaben für die soziale Wohlfahrt sind in den vergangenen 30 Jahren explodiert. Deshalb werde ich mich für ein finanzierbares Gesundheitswesen und tragbare Sozialkosten einsetzen. pd

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 3. Oktober 2019, Seite 13 (4 Views)

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