E-Paper - 10. Oktober 2019
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Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten

Kandidat Silvan Zingg

1. Wie sieht Ihr Konzept für den jetzigen Wahlkampf aus? Welche Werbemassnahmen und Auftritte beabsichtigen Sie noch umzusetzen?

Ein Konzept für den Wahlkampf habe ich mir nicht erstellt. Ich stelle mich zum ersten Mal zur Verfügung als Nationalratskandidat und lasse mich vom Wahlfeeling berieseln. Mein persönliches Umfeld habe ich mobilisiert und werde nochmals aktiv werben. Geplant sind Inserate in der Zeitung, Plakate und der Versand von Postkarten. Im Weiteren werde ich am Podium vom 25. September 2019, organisiert durch die JF Toggenburg, teilnehmen. Auch digital weise ich vermehrt auf meinen Wahlkampf mit Bildern in Facebook und Instagram hin, um Aufmerksamkeit zu gewinnen.

2. Glauben Sie, dass es beim Wahlgang zu einem parteipolitischen Erdrutsch kommen wird? Erwarten Sie grosse Veränderungen bei den Parteistärken?

Meiner Meinung nach wird es eine Veränderung bei den Parteistärken geben, wenn auch keine erdrutschartige. Von der aktuellen Klimadiskussion könnten die Grünen etwas profitieren. Dieser Anteil, welcher zu den Grünen fliesst, wird vermutlich die SVP verlieren. Sie hatte gemeinsam mit der FDP in der letzten Legislatur die Mehrheit. Diese beiden Parteien haben jedoch nichts Grosses zustande gebracht. Diese Legislatur zeigt wunderbar auf, wie wichtig eine starke Mittepartei für den Ausgleich zwischen rechts und links ist.

3. Wie verhalten Sie sich gegenüber dem EU-Rahmenabkommen?

Wir müssen ein geregeltes Verhältnis zur EU haben das erwartet auch die Wirtschaft. Für mich sind die bilateralen Verträge nicht verhandelbar. Die EU und die Schweiz profitieren von einem geregelten Verhältnis, was für den Wohlstand enorm wichtig ist. Das vorliegende Rahmenabkommen ist nicht optimal und wird definitiv nicht mehrheitsfähig sein. Es müssen einige Punkte angepasst werden: So gehört die Unionsbürgerschaft nicht in den Vertrag und es darf keine Aufweichung des Lohnschutzes geben. Genauso ist das frühzeitige Mitspracherecht der Schweizer Bevölkerung zu stärken. Danach kann ich mich voll für das Rahmenabkommen einsetzen.

4. Viel ist von der Klimaveränderung die Rede. Betrachten Sie die jetzigen Diskussionen und Forderungen als richtig, als ungenügend oder übertrieben?

Es ist definitiv wichtig, dass über die Klimaveränderung gesprochen wird. Die letzten Jahre haben es gezeigt, dass vermehrt Wetterextreme auftreten. Dies ist wohl erst der Anfang. Es muss ein effizienter, wirtschaftsverträglicher, durch Anreize geprägter und nicht ein durch Gebote und Verbote geprägter Klimaschutz umgesetzt werden. Nebst der konsequenten Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Cleantech-Förderung muss ein griffiges CO2-Gesetz her.

5. Welches sind die drei wichtigsten Anliegen, die Sie unter der Bundeskuppel behandelt haben möchten?

In erster Priorität geht es um die Senkung der Gesundheitskosten. Diese Massnahme ist enorm wichtig, das zeigt auch das Sorgenbarometer der Schweizerinnen und Schweizer. Ebenso ist es notwendig, dass das CO2-Gesetz umgesetzt wird. Drittens muss das Verhältnis zwischen EU und der Schweiz klar geregelt werden.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 10. Oktober 2019, Seite 18 (9 Views)

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