E-Paper - 10. Oktober 2019
Bodensee Nachrichten
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Angeregte Diskussionen innerhalb der CVP

Drei Tage später, am Donnerstagabend, trafen sich die CVP-Mitglieder dann zur Nominationsversammlung. «Es gab angeregte Diskussionen und jeder der Kandidaten konnte seine Argumente für den zweiten Wahlgang positionieren», sagt Rüst. In der Folge stimmten die Mitglieder ab, was ergab, dass die CVP Thal Werner Reifler unterstützen wird und nun mit einem Einerticket in den zweiten Wahlgang geht. «Die Mitglieder haben so entschieden, da man bei Werner Reifler mehr Potenzial sah, Stimmen zu erhalten, als bei Felix Bischofberger», erklärt Rüst den Entscheid des Vorstands. Reifler konnte sich im Wahlkampf einen Bekanntheitsgrad erarbeiten und somit zu Bischofberger aufschliessen. Nun ginge es darum, diesen noch auszubauen und sich noch ein wenig mehr zu beweisen, fügt Rüst hinzu. Für Felix Bischofberger muss der Donnerstagabend nicht gerade erfreulich gewesen sein. Ein Teilnehmer berichtete gar, dass Bischofberger bereits am Montagabend, nach dem Analysegespräch, die Sitzung erzürnt verlassen haben soll. Rüst dazu: «Der definitive Entscheid fiel erst am Donnerstagabend durch die CVP-Mitglieder. Felix Bischofberger hat diesen zur Kenntnis genommen und ging mit diesem sportlich um.» Bischofberger seinerseits sagt gegenüber den Bodensee Nachrichten, dass es eine Parteientscheidung war und er diese akzeptiere. «Der Gedanke, wild zu kandidieren, war vorhanden. Ich sah dann aber davon ab. Der Entscheid ist nun gefallen und das ist gut so», sagt Bischofberger. Die Enttäuschung konnte er jedoch nicht verbergen. So gibt der 51-Jährige zu, dass er sich bereits im ersten Wahlgang mehr Stimmen als Werner Reifler erhofft habe. Denn, wer in der Politik unterwegs sei, wisse, dass der Kandidat, welcher im ersten Wahlgang mehr Stimmen erhält, auch von der Partei für den zweiten Wahlgang unterstützt werde. «Eine solche Absprache gab es im Vorfeld nicht. Doch ein solcher Entscheid war eigentlich klar», weiss der Kantonsrat. Werner Reifler sagt zum Entscheid der CVP: «Ich bin froh, dass Felix Bischofberger den Entscheid der Partei so mitträgt. Zudem erleichtert das ausgemachte Einerticket den weiteren Verlauf im zweiten Wahlgang. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Stimmen von Bischofberger im zweiten Wahlgang an mich übergehen», so Reifler.

Fitzi und Wüst glauben noch an eine Wahl

Dass die CVP mit Werner Reifler gute Chancen auf das Amt hat, müssen wohl auch die beiden Gegenkandidaten anerkennen. Trotzdem erhoffen sich Felix Wüst als auch Michael Fitzi, die nötigen Stimmen für eine mögliche Wahl zu erhalten. Im Vorfeld wurde unter den Bürgerlichen gar taktiert: «Ja, es haben zwischen Felix Wüst und mir Gespräche stattgefunden. Diese waren sehr konstruktiv. Eine Unterstützung meinerseits hätte aber nur dann stattgefunden, wenn eine weitere bürgerliche Kraft zur Verfügung gestanden hätte. Ich möchte, dass die Thalerinnen und Thaler eine Auswahl haben und alle Parteien zukünftig im Gemeinderat vertreten sind», sagt Fitzi, der sich für den zweiten Wahlgang anmeldete. Felix Wüst von der FDP sagt zu seinem Entscheid: «Ich habe hinter der CVP am meisten Stimmen erhalten obwohl ich keine politische Erfahrung habe und nicht im Gemeinderat bin. Dies, und der Rückhalt der Partei, stimmen mich positiv. Dass nun Felix Bischofberger nicht am zweiten Wahlgang teilnehmen wird, kann zusätzlich Stimmen generieren», sagt Felix Wüst. Der zweite Wahlgang für das Amt des Gemeindepräsidenten in Thal, zwischen Werner Reifler (CVP), Felix Wüst (FDP) und Michael Fitzi (SVP) findet am Sonntag, 17. November, statt.

Bodensee Nachrichten vom Donnerstag, 10. Oktober 2019, Seite 3 (6 Views)

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